Unterrichten mit Tablets

Unterrichten mit Tablets – Modelle auf einen Blick.

Lange vor dem Projektstart muss in einer Bildungseinrichtung entschieden werden, wie das Lernen mit iPads künftig organisiert sein soll. Für welche Lösung sich eine Schule letztlich entscheidet, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Im Prinzip bieten sich insgesamt drei Varianten an: 1:1, Ausleihe oder eine Kombination aus beidem.


1:1-Lösung.

Bei diesem Modell besitzen jeder Schüler und jede Lehrkraft ein eigenes iPad. Die Geräte können von der Schule beschafft worden sein oder aber über die Schule oder die Eltern finanziert werden. Die Verantwortung für das Tablet und dafür, dass dieses im Unterricht „einsatzbereit“ ist, liegt dann beim Schüler. Damit auch zu Hause sorgfältig mit dem Gerät umgegangen wird und das Laden beispielsweise im elterlichen Raum erfolgt statt im Kinderzimmer, empfiehlt es sich, die Eltern beispielsweise über einen Elternabend zu sensibilisieren und so mit in die Pflicht zu nehmen.

Vorteile: 

  • Studien zeigen, dass Schüler wie auch Lehrer den größten Mehrwert aus 1:1-Lösungen ziehen
  • Die Geräte werden mit mehr Verantwortung behandelt, sowohl physisch als auch hinsichtlich der Gefahren, die neue Medien bergen können
  • Schüler erwerben innerhalb kürzester Zeit Routine im Umgang mit iPads und Apps; das Gerät wird schnell als Lernbegleiter und Unterrichtswerkzeug wahrgenommen
  • Das iPad kann für Nachbereitung, Hausaufgaben und Ausarbeitungen genutzt werden
  • Niederschwelligste Form der Integrierbarkeit in den Unterricht, etwa für 5-Minuten-Recherchen: anschalten, recherchieren, weglegen statt Wanderung in den Computerraum


Ausleihe.

Bei diesem Modell steht der Schule eine bestimmte Anzahl an iPads zur Verfügung, die an die Schüler verliehen werden kann. Die iPads können in iPad-Koffern mit unterschiedlicher Stückzahl geladen, synchronisiert und transportiert werden. Der Rollkoffer ist im Gegensatz zum Computerraum eine mobile Transporteinheit, bestehend aus den iPads, einem Access Point, einem Apple TV zur Wiedergabe der Bildschirme via Beamer und bei Bedarf einem MacBook zur Konfiguration, Erstellung von iBooks und mehr.

Die Organisation der Ausleihe kann über bereits vorhandene Systeme erfolgen, wie ein Raumvergabesystem. Oder dem Koffer wird ein eigener Stundenplan zugeordnet und die Lehrkräfte tragen sich für die Stunden ein, zu denen sie die Geräte ausleihen wollen. Denkbar ist auch eine fixe Ausleihe für einen bestimmten Fachbereich. Sinnvoll ist das beispielsweise für die Biologie. Hier bietet sich ein Parat Cube an, in dem zehn iPads Platz finden und geladen werden können. Die quadratische iPad-Aufbewahrung lässt sich an die Wand montieren oder aber in den Fachraum tragen. So können die Geräte in Gruppenarbeiten für Experimente genutzt werden. Die iPads sind durch die Lagerung im Fachraum oder in der Fachsammlung immer greifbar und es können spezielle Fach-Apps aufgespielt werden.

Vorteile:

  • Schrittweiser Einstieg in die Tablet-Nutzung durch eine begrenzte Lehrer- und Schülerschaft mit sukzessiven Ausbaumöglichkeiten zu einer Kombination aus iPad-Ausleihe und iPad-Klassen
  • Gleichzeitiges Laden und Synchronisieren aller Geräte, einheitlicher Geräteaufbau im Sinne von App-Anordnungen usw.
  • Gezielt für Unterrichtsinhalte verwendbar, für die es besonders sinnvoll ist
  • Schutz vor Diebstahl und Beschädigung


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