Medientag_Fulda

Das iPad macht Schule – Zweiter Medientag an der Freiherr-vom-Stein-Schule.

Wie sich Schule und Lernen im Zeitalter der Digitalisierung verändert, war Thema des zweiten Medientages, zu dem die Freiherr-vom-Stein-Schule in Fulda eingeladen hatte. Etwa 80 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet nutzten das praxisorientierte Forum, um sich über die Herausforderungen des mobilen Lernens auszutauschen und zu informieren.

Bereits zum Schuljahr 2012/13 war die Freiherr-vom-Stein-Schule mit der ersten 1:1 ausgestatteten iPad-Klasse gestartet. Die Erfahrungen, die Lehrer und Schüler des Gymnasiums seitdem rund um das Unterrichten mit iPads gesammelt haben, war ebenso Teil der Agenda des von REDNET unterstützten Medientages wie auch sieben weitere Praxisseminare. Sie luden dazu ein, die breitgefächerten Einsatzmöglichkeiten der Tablets im schulischen Alltag näher kennenzulernen.

Praxisbeispiele für iPad-Klassen.
Als Begleiter des Leuchtturmprojekts trug auch REDNET mit einem Vortrag zum Praxisforum bei: Annika Riedel verriet Tipps und Tricks, wie ein iPad-Projekt nachhaltig und erfolgreich aufgestellt und finanziert werden kann. Sybille Unterstab, Lehrerin an der Freiherr-vom-Stein-Schule, stellte vor, wie Pädagogen mit der App iMovie literarisches Verständnis ausbilden und schulen können. Sandra Ricker ging auf den Erwerb von Deutsch als Zweitsprache mit dem iPad ein, während Dr. Peter Mergler zeigte, welche Möglichkeiten die App Notability für den Fremdsprachenunterricht bereithält. Die Anleitung zum Einsatz von Messgeräten im Chemieunterricht war Thema von Elmar Kramm, Norbert Schröder behandelte „Das iPad als Schweizermesser bei der Inklusion“ und Elisabeth Franc verlieh Einblicke in den multimedialen Unterricht mit Medien aus den Medienzentren. Auf breites Interesse stieß auch die begleitende Ausstellung von REDNET, die zusätzlich zu verschiedenen Apple-Geräten auch eine iPad-Kofferlösung umfasste. Als effektive Transport- und Aufbewahrungslösung erleichtert sie den Einstieg in die Tablet-Nutzung.

Digitales Lernen wird zum Schulalltag.
Die digitale Vernetzung sei unumkehrbar, so dass sich schulisches Lernen darauf einstellen müsse. „Wir werden schuldig, wenn wir die nachwachsende Generation für die digitale Welt nicht kompetent machen“, resümierte Keynotesprecher Prof. Dr. Holger Horz, wissenschaftlicher Leiter des Fachbereichs Pädagogische Psychologie des Instituts für Psychologie an der Goethe-Universität Frankfurt.

Das Ziel der Freiherr-vom-Stein-Schule mit ihren iPad-Klassen ist es, die digitalen Medien als einen Teil des pädagogischen Alltags zu etablieren, der sich später in Ausbildung und Hochschule bis hin zur beruflichen Praxis fortsetzt. Damit einher geht auch eine veränderte Rolle der Lehrkraft. Diese sei nun eher als „Lernbegleiter“ und „Mentor“ zu verstehen, so Prof. Dr. Frank Thissen von der Hochschule der Medien in Stuttgart, der in seinem Schlussvortrag Teile seiner Untersuchung „Einfluss von eBooks auf die Resultate im Unterricht“ vorstellte.