Praxistag_Inklusion

Praxistag zu „iPads in der Inklusion“ zeigt Anwendungsszenarien.

Wie der Einsatz des iPads das Lernen und Lehren in inklusiv arbeitenden Grund- und Förderschulen bereichern kann, haben Lehrkräfte beim Praxistag „iPads in der Inklusion“ – Erfahrungen aus zwei Jahren Tablet-Projekt gezeigt.

Heterogenität sei keine Ausnahme, sondern Normalität im Klassenverband, betonte Hans-Christian Dederer von der Krautgartenschule in seinem Einführungsvortrag zur Nachmittagsveranstaltung, zu der die REDNET Akademie in die Wiesbadener Adalbert-Stifter-Schule eingeladen hatte. Mehr als 100 angemeldete Teilnehmer, darunter Vertreter aller Schulformen und Mitarbeiter von Medienzentren, konnten sich in sieben verschiedenen Workshops sowie einer begleitenden Ausstellung mit Apple-Lösungen über den breitgefächerten Mehrwert des iPads für den Unterricht informieren. Denn auch über die speziellen mit Inklusion verbundenen Anforderungen hinaus leiste das iPad überall da, wo individualisiertes und selbstgesteuertes Lernen gefördert werden soll, wertvolle Dienste, so ein Fazit der Projektgruppe.    

Werkzeuge und Apps für die Inklusion.
Das spiegelte sich auch in der Bandbreite der Workshopthemen wider, die den  Teilnehmern Einblicke in die unterschiedlichsten Unterrichtszenarien verliehen. So stellten beispielsweise Christina Gloyr und Oliver Koch von der Blücherschule vor, wie Pädagogen mit der App BookCreator interaktive Bücher erstellen können oder wie Trick- und Erklärfilme mithilfe der App StopMotion entstehen. Genauso wie im Workshop rund um den iPad-Einsatz im Kunst- und Sachunterricht wurden dabei die Adaptionsmöglichkeiten für alle Klassenstufen deutlich.

Das iPad als Hilfsmittel in der Unterstützten Kommunikation stellte Cornelia Kauffmann von der Fluxusschule in Wiesbaden vor und Yasmine Koch von der Adalbert-Stifter-Schule ging speziell auf nützliche Apps für den Einsatz in DaZ-Intensivklassen ein. Die Vielfalt der Differenzierungsmöglichkeiten im Unterricht verdeutlichte Norbert Schröder, Berufsschule Heinrich-Haus Neuwied, in seinem Workshop zum iPad als „Schweizer Taschenmesser“ der Inklusion. Tobias Bachert, Medienpädagoge von REDNET, ergänzte das Workshop-Programm mit einem medienpädagogischen Grundlagenworkshop, während Annika Riedel, REDNET, die organisatorischen Aspekten und Finanzierungsmöglichkeiten von iPad-Projekten beleuchtete.

In dem 2014 von der Landeshauptstadt Wiesbaden zusammen mit dem Staatlichen Schulamt gestarteten Pilotprojekt „Modellregion Inklusive Bildung“ war REDNET ein zentraler Kooperationspartner. Der IT-Ausstatter unterstützte die Pädagogen der Projektschulen bei der Planung und Umsetzung von iPad-gestütztem Unterricht und bildete sie im Einsatz der Geräte und unterrichtsspezifischer Apps weiter.