Fachtagung im Rahmen der LEARNTEC

Neue Wege gehen: Die veränderte Rolle von Medienzentren und die Potentiale des Tablet-Unterrichts.

Wie sich iPads in den Unterricht integrieren lassen, welche Chancen und Herausforderungen mit deren Einsatz verbunden sind und was bei der Content-Erstellung zu beachten ist, beleuchtete die Fachtagung Digitale Schule im Rahmen der LEARNTEC.

Der Medienverleih ist rückläufig und digitale Medien gewinnen zunehmend an Bedeutung: Vor dieser Herausforderung stehen immer mehr Medienzentren. Diese Erfahrung machte auch das Kreismedienzentrum Künzelsau und entschied sich, neue Wege zu gehen. Wie dieses nun von der Bereitstellung eines Mobile Device Managements (MDM) sowie von einem App-Verleih profitiert, zeigte Torsten Villhauer in seinem Vortrag auf, nachdem sich die Teilnehmer grundlegend über die verschiedenen Administrationslösungen für Apple-Geräte bei IT-Consultant Nils Korndörfer informieren konnten. Unter Anleitung von REDNET Medienpädagoge und Apple Education Trainer (AET) Tobias Bachert erprobten sie anschließend selbst die multimediale Produktion mit App-Flow.

Schrankenregelungen für Schulen vorgestellt.
Was hinsichtlich des Urheberrechts an Schulen bei der Content-Erstellung beachtet werden muss, erläuterte Dr. Michael Nielen, Rechtsanwalt bei der Kanzlei Maucher Jenkins. An zahlreichen Beispielen erläuterte er, was durch das Urheberrecht geschützt ist und welche Schrankenregelungen für den Unterricht greifen. Zudem ging Nielen darauf ein, was bei Creative Commons beachtet werden muss. In der anschließenden Diskussion hatten die Teilnehmer Gelegenheit, sich mit dem Rechtsexperten über ihre Erfahrungen, aber auch persönliche Fragen auszutauschen.

Potential mit didaktischem Geschick nutzen.
Das Nachmittagsprogramm eröffnete Prof. Dr. Thomas Irion von der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd mit einem Vortrag zur digitalen Medienbildung in der Schule. Er zeigte darin auf, welche Potentiale Tablets für den Unterricht haben können. Hierzu zählt beispielsweise die Förderung heterogener Lerngruppen. Irion betonte jedoch, dass digitale Medien nicht per se zu einer Verbesserung des Unterrichts führten, sondern es vielmehr darum gehe, bestehende Unterrichtsszenarien weiterzuentwickeln und die Möglichkeiten der Geräte mit didaktischem Geschick auszunutzen.

Unterrichtsbeispiele an Tablets erproben.
Daran anknüpfend erläuterte Torsten Villhauer, welche Punkte bei der Realisierung eines Tablet-Projekts bedacht werden sollten und wie die einzelnen Elemente ineinandergreifen. So müsse nicht nur ein engagiertes Projektteam gefunden werden, sondern auch infrastrukturelle Themen ebenso bedacht werden wie die technische und medienpädagogische Fortbildung der Lehrkräfte. Dieter Umlauf vom Staatlichen Schulamt Hessen ging darauf ein, was aus Schulträgersicht bei der Einführung, Nutzung und Administration von mobilen Lernbegleitern beachtet werden sollte. Dabei thematisierte er sowohl infrastrukturelle Voraussetzungen wie etwa WLAN als auch die Vorteile, die ein zentrales Mobile Device Management hat und welche Möglichkeiten der Datenspeicherung sich für Schulen anbieten. Anschließend lernten die Teilnehmer im Workshop von AET Tobias Bachert Unterrichtsbeispiele mit dem iPad kennen und konnten diese ebenfalls an Geräten testen.

Weitere Infos rund um die REDNET Messepräsenz auf der LEARNTEC am Gemeinschaftsstand „Lernwelt Digitale Schule“ finden Sie hier.