Inklusion

Über iPads Brücke der Verständigung schlagen.

In Förderschulen ist die Nutzung von Medien und Technik inzwischen nicht mehr wegzudenken. Moderne Hilfsmittel unterstützen dabei, Beeinträchtigungen zu kompensieren und helfen behinderten Schülern in der Kommunikation mit ihrer Umwelt. Häufig ersetzen Förderschulen und inklusiv arbeitende Schulen bekannte Hilfsmittel bereits durch Tablets, denn die erleichtern nicht nur das Lernen der beeinträchtigen Schüler, sondern unterstützen Lehrkräfte auch bei der flexiblen Unterrichtsgestaltung. Ein iPad kann durch die Bestückung mit Apps für die Unterstützte Kommunikation (UK), die Bluetooth-Verbindung zu Bedienelementen wie der Braillezeile sowie durch die Sprachführung zahlreiche andere technische Geräte ersetzen.

Neue Hürden für inklusiv arbeitende Schulen.
Durch die Umsetzung der UN-Behindertenkonvention, die den gemeinsamen Schulbesuch von behinderten und nicht behinderten Kindern ermöglichen soll, stehen Lehrkräfte aber vor neuen Herausforderungen beim Unterrichten. Die heterogenen Lerngruppen erfordern zunehmend ein besonderes Maß an Binnendifferenzierung. Schließlich sollen die Aufgaben möglichst so gestellt werden, dass sich kein Lernender über- oder unterfordert fühlt. Dabei können iPads helfen.

Aufgrund der besonderen Voraussetzungen, die sie für das barrierefreie Lernen mitbringen, sind sie in praktisch allen Förderschulen, inklusiv arbeitenden Schulen sowie in barrierefreien Lernbereichen der Hochschule das erste Mittel der Wahl. Sie sind besonders benutzerfreundlich und bringen schon auf Betriebssystemebene eine Vielzahl von Hilfen für Menschen mit Behinderungen mit, die kein anderes Betriebssystem in vergleichbarer Form zu bieten hat. Hierzu zählt etwa die Sprachführung, die ab Werk installiert ist. Zudem lassen sich über Bluetooth weitere Elemente, wie etwa ein Joystick, anschließen. Darüber hinaus können bestimmte Funktionen gezielt das Lernen erleichtern. So kann der Zugriff auf nur eine App Lernende mit Autismus oder anderen kognitiven oder sensorischen Einschränkungen dabei helfen, sich auf eine Aufgabe zu konzentrieren.

Auch in DaZ-Klassen vielseitig einsetzbar.
Auch für Deutsch als Zweitsprache-Klassen (DaZ-Klassen) bietet das iPad zahlreiche Möglichkeiten. So können die Lernenden beispielsweise über das Zusammenspiel von Bild und Wort ihren Wortschatz aufbauen und erweitern oder etwa einen Comic selbst gestalten und besprechen. Die immer wieder abrufbaren Ergebnisse erleichtern Schülern die Nachbereitung und können auch den Eltern einen guten Eindruck vom Unterrichtsgeschehen vermitteln. Zudem kann das iPad im Gespräch mit Eltern mit Migrationshintergrund als Wörterbuch fungieren und so eine Brücke der Verständigung schlagen. Mehr zu den Einsatzmöglichkeiten von iPads in DaZ-Klassen lesen Sie hier.