Jugend- und Familienministerin Irene Alt stellt Tablet-Modellprojekt „KiTab“ vor

Jugend- und Familienministerin Irene Alt stellt Tablet-Modellprojekt „KiTab“ für Rheinland-Pfalz vor.

Eines der bundesweit ersten wissenschaftlich begleiteten Tablet-Projekte in Kitas haben heute Kinder- und Jugendministerin Irene Alt und die Kooperationspartner medien+bildung.com, eine Tochtergesellschaft der Landesmedienanstalt LMK, und der auf Bildungseinrichtungen spezialisierte IT-Ausstatter REDNET vorgestellt. Ziel des Projekts, das im Oktober 2015 startete, ist die Stärkung der medienpädagogischen Kompetenz von Kindern im Vorschulalter und die Einführung der mobilen Geräte in der Kita-Praxis.

Ministerin Alt sieht in dem Projekt eine große Chance für die Kinder, aber auch für die Erzieherinnen und Erzieher: „Kinder sollen den sinnvollen Einsatz von Tablets erleben und gleichzeitig lernen, dass der Einsatz digitaler Medien nur eine Möglichkeit unter vielen ist:  Tablets sind Werkzeuge genauso wie Stifte oder Knete, die man nach Gebrauch auch wieder zur Seite legt, um mit anderem zu spielen. Denkbare Einsatzmöglichkeiten der Tablets sind  zum Beispiel: Die Bestimmung von Pflanzen oder Tieren während eines Ausflugs mithilfe eines Tablets, gleichzeitig könnten die Kinder ihren Ausflug auch mit Fotos per Tablet dokumentieren.“

Das Projekt soll unter anderem dazu dienen, Möglichkeiten der Unterstützung der pädagogischen Arbeit in der Kita durch Tablets zu erproben. Doch auch die Portfolioarbeit der Erzieherinnen und Erzieher spielt eine große Rolle – zum Beispiel die Dokumentation eines Weihnachtsspiels, das Ausdrucken von Bildern für die Mappen der Kinder oder das Gestalten von Aushängen in der Kita. Als unabhängiger Projektpartner begleitet die AG Medienpädagogik der Johannes Gutenberg-Universität das Projekt von wissenschaftlicher Seite. Unter der Koordination von Prof. Dr. Stefan Aufenanger und Jun.-Prof. Dr. Jasmin Bastian befragt das Team in regelmäßigen Abständen Erzieherinnen, Erzieher, Eltern und Kinder und beobachtet die Tablet-Nutzung im Kita-Alltag.

„Die pädagogische Arbeit mit digitalen Medien und insbesondere mit Tablets erweitert die Erfahrungs- und Lernräume der Kinder, wenn dies pädagogisch begleitet wird. Nicht nur, dass Kinder dadurch schon früh in einem positiven Sinne im Umgang mit diesen Medien vertraut gemacht werden können, vielmehr bieten sich auch erweiterte Formen der kreativen Medienarbeit, der Kommunikation zwischen den Kindern sowie neue Spiel- und Lernformen an,“ so die Einschätzung des Projekts durch Professor Aufenanger.

Für das Projekt wurden in Rheinland-Pfalz mehrere Kitas ausgewählt, deren Erzieherinnen an Fortbildungen zum medienpädagogischen Einsatz von Tablets teilnehmen und das Erlernte in der Kita später umsetzen. Koordiniert werden die Fortbildungen durch medien+bildung.com. Die Tochtergesellschaft der Landeszentrale für Medien und Kommunikation betreibt unter anderem seit 2008 den „Medienpädagogischen Erzieher/innen Club“ (mec) und qualifiziert Kita-Fachkräfte zur Umsetzung altersgerechter Medienprojekte. Für die Hardware-Ausstattung, Infrastruktur, den Service sowie die technischen Trainings sorgt Projektpartner REDNET. Der IT-Rahmenvertragspartner des Landes Rheinland-Pfalz vereint im Projekt weitere Partner wie Apple, Bluechip, Parat und TIME for kids, die Tablets, Transport- und Ladelösungen sowie Jugendschutzfilter für das Projekt zur Verfügung stellen.

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie auf dem projekteigenen Blog unter www.kitab-rlp.de.