„Ein Komet am Schwäbisch Gmünder Himmel.“

Wie sich medienpädagogische Kompetenzen zur Gestaltung von digital unterstützten Lernumgebungen in der Primarstufe für die drei Phasen der Lehrerfortbildung entwickeln lassen, wird derzeit in dem Projekt ProMedia Primar 3P in Schwäbisch Gmünd untersucht. REDNET war bei der Kick-off-Veranstaltung mit einer Ausstellung mit medienpädagogischen Session mit von der Partie.

Das beste medienpädagogische Konzept nütze nichts, wenn es nicht in die Köpfe der Lehrkräfte und der Kinder komme, betonte Prof. Dr. Claudia Vorst, Prorektorin für Studium und Lehre an der PH Schwäbisch Gmünd bei der Vorstellung des Projekts. Deshalb freue sie sich sehr, dass die PH als eines von deutschlandweit fünf Teilprojekten mit einer Förderung der Telekom-Stiftung innovative Formen des Unterrichtens mit digitalen Medien entwickeln könne.

Drei Partnergrundschulen in Schwäbisch Gmünd.
Margrit Carbon, Schulleiterin der Klösterschule, bezeichnete es als große Ehre, dass das Uni-Klassenzimmer, das zentral für dieses Projekt ist, in ihrer Schule errichtet worden sei. Dabei dankte sie auch insbesondere der Stadt Schwäbisch Gmünd, die hierfür die technischen Voraussetzungen geschaffen habe, beispielsweise durch die Bereitstellung eines flächendeckenden WLANs an der Schule. Neben der Klösterschule sind die Grundschule Hardt und die Grundschule Mutlangen Partnergrundschulen des Projekts, in denen die entstehenden Unterrichtskonzepte umgesetzt und wissenschaftlich erforscht werden.

Während Dr. Jochen Hettinger, Referat Medienpädagogik und digitale Bildung des Kultusministeriums Baden-Württemberg, von Ergebnissen sprach, die in die Breite gehen werden, bezeichnete Dr. Joachim Bläse, Erster Bürgermeister der Stadt Schwäbisch Gmünd, Pro Media Primar 3P als „Kometen am Schwäbisch Gmünder Himmel“. Dr. Kai Nitsche von der LMU München, der das Konzept für das Uni-Klassenzimmer entwickelt hat, das auch für das Schwäbisch Gmünder Modell Pate stand, stellte anschließend kurz die Erfahrungen in München vor und ging auf Projekte wie die Videobeobachtung von Unterricht ein.

„Grundschule unter der Käseglocke.“
Prof. Dr. Thomas Irion von der PH Schwäbisch Gmünd griff bei der Projektvorstellung auf das Bild einer „Grundschule unter der Käseglocke“ zurück, das in vielen Bildungseinrichtungen zu beobachten sei. Denn oft erreiche die Digitalisierung die Kinder in der Grundschule noch nicht. Hier könne das Projekt Potentiale und Wege aufzeigen. Wichtig sei, dass sich die Technik einschmiege und die Kommunikation weiterhin im Vordergrund stehe. Mehr zu den Teilprojekten, wie etwa dem naturwissenschaftlichen Sachunterricht, der Filmproduktion mit dem Tablet oder dem spielerischen Programmieren, erfuhren die geladenen Gäste bei kurzen Projektvorstellungen.

Unterrichtsszenarien mit iPad und Greenscreen vorgestellt.
Von der Ausstattung des Uni-Klassenzimmers in der Klösterleschule und dem Arbeiten darin konnten sie sich kurze Zeit später einen eigenen Eindruck verschaffen und sich erste Ergebnisse en detail anschauen. Eine IT-Ausstellung von REDNET, bei der Medienpädagoge und Apple Education Trainer Tobias Bachert innovative Unterrichtsszenarien mit dem iPad und einem Greenscreen zeigte, konnten sie sich über digital unterstütztes Unterrichten und die dazugehörige IT-Ausstattung informieren.